Kein Schwindel

Jetzt neu: alte Werbung

Nur echt in grüner Packung. Ist die Beste! Wäscht alles hygienisch sauber. Bringt Lebenslust und Schaffenskraft. Intelligent! Gepflegtes Aussehen ist Schönheit, bedeutet Wirkung, bringt Erfolg. –  Alles alt bekannt? Eben: Werbung wirkt. Und die Rezepte zur „richtigen“ Ansprache von Zielgruppen sind älter,  als man denkt. Ansprache und Bild korrespondieren mit dem vermeintlichen Bild, das die Werbung vom Konsumenten zeichnet. Die Formulierungen entsprechen dem Zeitgeist in einer Art und Weise, die ein Abwägen zwischen Wunsch und Wirklichkeit für die Mehrheit obsolet macht. 

 „Kein Schwindel“ widmet sich Phänomenen des Werbens und Umworben-Seins. Den Aufhänger liefern dabei lokale historische Werbeeinschaltungen, beginnend mit der Mitte des 19. Jahrhunderts, deren erkennbar überholte Botschaften Distanz schaffen und eine Betrachtung des gegenwärtigen persönlichen Verhältnisses zu Werbung ermöglichen. Eine Auswahl dieser Sujets wird für mehrere Wochen auf öffentlichen Werbe-flächen im Innsbrucker Stadtraum plakatiert sowie online platziert. Die daran anknüpfende Ausstellung im WEI SRAUMforum setzt sich mit dem Wirken und Wandel von Werbung bis in die Gegenwart herauf auseinander. Alte Werbungen – ihrem eigentlichen Zweck enthoben – werden zu zeitgeschichtlichen Dokumenten von Meinungsbildung und Wertvorstellungen und reflektieren unsere aktuelle Verortung in der umworbenen analogen wie digitalen Umgebung.

Ein Projekt von Richard Schwarz (www.islandrabe.com) in Zusammenarbeit mit Stefanie Blasy (www.stefanieblasy.at) und Johannes Felder. In Kooperation mit WEI SRAUM. Designforum Tirol, der Bibliothek des Landesmuseum Ferdinandeum und dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck.


Eröffnung:
Dienstag 17. April, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 18.4.–19.5.2018

Öffnungszeiten: Di 14–20/Mi–Fr 14–18/Sa 11–15

Eintritt frei!
Führungen für Gruppen und Schulklassen auf Anfrage

Begleitveranstaltung:
Dienstag 24. April, 19 Uhr „Vom Kommen und Gehen der Litfaßsäule: Werbung als ästhetisches und diskursives Phänomen ihrer Zeit“
mit Impulsen von:  

  • Thomas Wegmann (Univ. Prof. Institut für Germanistik)
  • Christian Salić (Agentur für Marke, Design und Werbung)
  • Kurt Höretzeder (Grafikdesigner)

Die anschließende Diskussion wird moderiert von Martin Sexl (Univ. Prof. Vergleichende Literaturwissenschaften)



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