Klarheit, Präzision und Funktionalität – das sind die Kennzeichen des in den 1950er- und 1960er Jahren entstandenen »Swiss Style«. Er zeichnet sich durch den Einsatz von Rastersystemen, asymmetrischen Layouts, serifenlosen Schriften und minimalistischen Grafiken aus. Jiri Oplatek vom Basler Designstudio claudiabasel baut in seinen Arbeiten sehr stark auf diese Tradition auf und ist vor allem für seine Plakatentwürfe für große Schweizer Kulturinstitutionen bekannt.
Er gestaltet aber nicht nur Plakate sondern auch Corporate Designs und Bücher. Zudem gilt Jiri Oplatek auch als passionierter Liebhaber und versierter Kenner von alten, analogen Drucktechniken, deren Möglichkeiten und Grenzen er in seinen Entwürfen immer mitdenkt und bis aufs Äußerste ausreizt.
In seinem Vortrag erläutert er seine unkonventionelle Herangehensweise an konventionelle Aufgaben und zeigt anhand von Arbeiten für das Theater Basel, die Kaserne Basel, das Schweizerische Architekturmuseum und das Museum Tinguely, dass der »Swiss Style« nicht umsonst international immer noch einen ausgezeichneten Ruf genießt.




(c) Jiri Olpatek

(c) Jiri Olpatek
Jiri Oplatek besuchte von 1993 bis 1999 die Schule für Gestaltung Basel, wo er 1999 sein Diplom als Grafikdesigner erhielt. Danach arbeitete er bei Meissner+Mangold, unter anderem für die Vitrashop-Gruppe. Nach drei Jahren bei Meissner + Mangold gründete er zusammen mit Thomas Bircher und Roland John das Grafik- und Interaktionsstudio Claudiabasel. Er gestaltet hauptsächlich Corporate Designs, Plakate und Bücher, vor allem im kulturellen Bereich, unter anderem für das Theater Basel, die Kaserne Basel, das Schweizerische Architekturmuseum und das Museum Tinguely. Seit 2012 ist er Dozent an der HGK Basel im Bereich der visuellen Kommunikation. Im Jahr 2019 gewann Jiri Oplatek den Plakat- und Gestaltungswettbewerb für die Kieler Woche 2020. Er ist verantwortlich für die Gestaltung des Wettbewerbs "100 beste Plakate Deutschland, Österreich, Schweiz 2021". Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen sowie in Einzel- und Gruppenausstellungen ausgezeichnet. Seit 2018 ist er Mitglied der Alliance Graphique Internationale (AGI).