Vor diesem Hintergrund stellen wir uns im Rahmen der Ausstellung Design Revolution Now! die Frage, wie sich diese technologischen Errungenschaften auf die Ausbildung von Designer:innen und Gestalter:innen auswirken und mit welchen didaktischen Methoden man auf diese aktuellen Veränderungen reagieren kann.
Drei Lehrende an drei unterschiedlichen Ausbildungsstätten für Design in Innsbruck, Bozen und Wien geben an diesem Abend anhand von drei kürzlich erschienenen Publikationen einen Einblick in ihre persönlichen Unterrichtserfahrungen sowie einen Ausblick auf die Zukunft der Designausbildung.
Kurzpräsentationen und Diskussion mit:
- Martina Messner, Kommunikationsdesignerin und Pädagogin an der HTL Bau Informatik Design, Innsbruck
- Kuno Prey, Designer und Professor für Produktdesign an der Freien Universität Bozen
- Sven Ingmar Thies, Kommunikationsdesigner und Lehrender an der Universität für Angewandte Kunst Wien

(c) Kuno Prey

(c) Sven Ingmar Thies

(c) Martina Messner / Kuno Prey / Sven Ingmar Thies
Martina Messner vereint gestalterische Expertise mit pädagogischer Praxis und versteht Unterricht als dynamischen Gestaltungsprozess im Spannungsfeld zwischen Struktur und Freiheit. Seit 2000 unterrichtet sie an der HTL Bau und Design die Fächer Entwurf, Kommunikationsdesign, Typografie und Medientechnologien. Ihr pädagogischer Ansatz ist geprägt von co-kreativen und partizipativen Lehrmethoden. Ihr Ziel ist es, Lernräume zu schaffen, die Wahrnehmung schärfen, Selbständigkeit fördern und die Lernenden befähigen, ihre Umwelt aktiv und sinnstiftend
Kuno Prey ist Designer und Professor. Seit 1978 entwickelt er Projekte, die ihm internationale Anerkennung eingebracht haben. Seine äußerst erfolgreichen Produkte zeichnen sich durch intensive Forschungstätigkeit im Bereich neuer Materialien und Technologien aus. 1993 wurde er zum Professor an der Bauhaus-Universität Weimar ernannt. 2002 gründete er die Fakultät für Design und Kunst der Freien Universität Bozen, wo er forscht und lehrt.
Sven Ingmar Thies studierte Grafikdesign an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und ging für seine Abschlussarbeit nach Tokio und Yokohama. Sein Interesse gilt seit dem Studium einem ganzheitlichen Gestaltungsansatz, der keine Grenzen zu anderen Gestaltungsdisziplinen, anderen Fachgebieten oder auch dem Handwerk zieht. Diese Überzeugung bestärkten zwei berufliche Stationen bei Henrion, Ludlow & Schmidt in London, wo Marken holistisch entwickelt wurden, und beim Kitayama Institute in Tokio, wo er im Rahmen eines zweijährigen Postgraduiertenstipendiums das Zusammenspiel von Architektur und Design kennenlernte.