Circular Design – kreislauffähig entwerfen

Viktoria Heinrich/IDRV, Elisabeth Kopf/Designerin, Maria Ortner/ATM, Andreas Röhrich/Wolford, Martin Lechner/Zillertaler Bier

Die Nutzung von Stoffen und Dingen in Kreisläufen ist eine der wesentlichsten Aufgaben der Gegenwart. Wie lässt sich die Einbahnstraße des „Make, Use, Waste“ überwinden? Design spielt dabei eine zentrale Rolle, weil viele Bedingungen schon in der Gestaltung festgelegt werden.

Das Wissen um Nachhaltigkeitsstandards wird heute immer mehr zum Innovationswerkzeug. Im Verlauf einer Produktentwicklung können unterschiedliche AkteurInnen die Weichen für einen neuen Weg stellen: ProduzentInnen, Marketingleute, UnternehmerInnen, DesignerInnen u.v.A. Das Wiener Designforschungsinstitut IDRV und designaustria haben gemeinsam einen Folder erarbeitet, der die Kreislaufwirtschaft aus Sicht des Design untersucht. Er gibt allen Beteiligten praxisnahe Handlungsanweisungen und erste Schritte für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele an die Hand. In dieser Diskussionrunde kommen ExpertInnen zu Wort, es werden Best-Practice-Beispiele vorgestellt und mit DesignerInnen und UnternehmerInnen die Möglichkeiten und Schwierigkeiten eines Circular Design besprochen.

Die Gäste des Abends:
Viktoria Heinrich und Marco Kellhammer/IDRV Institute for Design Research Vienn über den Folder „Qualitätsstandards für Circular Design“: Idee und Hintergründe des Folders, Grundlagen der Kreislaufwirtschaft, Methoden einer Selbstanalyse und einfache Schritte zur Umsetzung kreislauffähigen Entwerfens und Produzierens.

Elisabeth Kopf/Designerin und Expertin für Biomimikry, einer Designstrategie des Lernens von der Natur, die auf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft aufbaut. Kopf sieht das forschende Experiment mit enger Zusammenarbeit zwischen  WissenschaftlerInnen und DesignerInnen als zentral.

Maria Ortner/ATM Abfallwirtschaft Tirol Mitte spricht über Circular Design als Grundlage und Chance für eine kreislauffähige Ressourcenwirtschaft. Sie zeigt best-practice Beispiele aus Sicht der Müllverwertung und äußert Wünsche ihrer Branche an Produktdesiger und Hersteller.

Andreas Röhrich/Wolford: Das Unternehmen hat in einem mehrjährigen Forschungsprojekte mit 14 beteiligten Institutionen eine kreislauffähiger Bekleidungskollektion nach dem Cradle to Cradle Prinzip, einem Konzept das bereits in den 1990er-Jahre vom deutschen Chemiker Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekten William McDonough entworfen wurde. Mit der Kollektion wurde Wolford 2019 mit dem Hans Sauer Preis ausgezeichnet.

UnternehmerInnen aus Tirol.

In Kooperation mit:

Fotos: Diagramm zu Qualtitätsstandarts für Circular Design,  C2C - Kollektion und Werksfoto (Wolford)

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